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Hinter jeder Stimme steht eine Biografie. Meine beginnt an der berühmten Schauspielschule Gmelin in München. Sie ist der zweite Karriereschritt nach meinem Studium der anorganischen Chemie und einer zweijährigen Tätigkeit am Institut für Ökologische Chemie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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Dorothea Gmelin leitete die Schauspielschule, deren trans- und interdisziplinäre Ausbildung vor allem auch eine strenge Schule der Persönlichkeitsbildung war. Dazu gehörten Fechten und Tai-Chi genauso wie Feldenkrais, moderner Tanz, Musiktheorie und Kunstbetrachtung. Entscheidend aber die Erkenntnisse, dass Bildung und Persönlichkeit unmittelbar das Ergebnis von körperlichem Lernen und emotionaler Reife durch Erfahrung entsteht. (Der ebenso weitverzweigte Familienstamm der Gmelins umfasste Gerda Gmelin vom „Theater im Zimmer“ in Hamburg und Hertha Däubler-Gmelin, die ehemalige Bundesjustizministerin).

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Das ist insofern von Bedeutung, als der Ausbildungsansatz einer Strömung der Weltgeschichte entsprang, die um die Jahrhundertwende am Monte Verità begann – ein Weg, der über die Exilbewegung in die USA nach Esalen führte: die Human-Potential-Bewegung. Bauhaus, Black Mountain College. Heute sind dies Grundlagen der MIT Sloan School of Management (Theory U) und der Stanford Graduate School of Business („Touchy-Feely“) u. v. m. All das beinhaltete Fragen der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Haltung zur Welt, zum Ich und zum Beruf. So wie es heute im Embodiment, das Lernen über den Körper beschrieben wird. 

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Literatur dazu: 

Homo Creans. Kreativität und Kreativitätsbildung im Kontext transmedialer Kunst Johanna Gundula Eder. Kapitel: D) Kreativitätsbildung: Kopf, Herz, Verstand. 2.2.1. Schauspielstudio Gmelin.

Autor:  Johanna Gundula Eder. Verlag: transcript Verlag (Bielefeld). ISBN 978-3-8376-3634-5

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Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche. 

Autoren: Wolfgang Tschacher, Maja Storch, Gerald Hüther, Benita Cantieni

Verlag: Hogrefe ISBN: 978-3-456-86218-7 (Print)


Vom grellen Bühnen
licht

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Dorothea Gmelin leitete die Schauspielschule, deren trans- und interdisziplinäre Ausbildung vor allem auch eine strenge Schule der Persönlichkeitsbildung war. Dazu gehörten Fechten und Tai-Chi genauso wie Feldenkrais, moderner Tanz, Musiktheorie und Kunstbetrachtung. Entscheidend aber die Erkenntnisse, dass Bildung und Persönlichkeit unmittelbar das Ergebnis von körperlichem Lernen und emotionaler Reife durch Erfahrung entsteht. (Der ebenso weitverzweigte Familienstamm der Gmelins umfasste Gerda Gmelin vom „Theater im Zimmer“ in Hamburg und Hertha Däubler-Gmelin, die ehemalige Bundesjustizministerin).

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Das ist insofern von Bedeutung, als der Ausbildungsansatz einer Strömung der Weltgeschichte entsprang, die um die Jahrhundertwende am Monte Verità begann – ein Weg, der über die Exilbewegung in die USA nach Esalen führte: die Human-Potential-Bewegung. Bauhaus, Black Mountain College. Heute sind dies Grundlagen der MIT Sloan School of Management (Theory U) und der Stanford Graduate School of Business („Touchy-Feely“) u. v. m. All das beinhaltete Fragen der Persönlichkeitsentwicklung sowie der Haltung zur Welt, zum Ich und zum Beruf. So wie es heute im Embodiment, das Lernen über den Körper beschrieben wird. 

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Literatur dazu: 

Homo Creans. Kreativität und Kreativitätsbildung im Kontext transmedialer Kunst Johanna Gundula Eder. Kapitel: D) Kreativitätsbildung: Kopf, Herz, Verstand. 2.2.1. Schauspielstudio Gmelin.

Autor:  Johanna Gundula Eder. Verlag: transcript Verlag (Bielefeld). ISBN 978-3-8376-3634-5

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Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche. 

Autoren: Wolfgang Tschacher, Maja Storch, Gerald Hüther, Benita Cantieni

Verlag: Hogrefe ISBN: 978-3-456-86218-7 (Print)

Hinter jeder Stimme steht eine Biografie. Meine beginnt an der berühmten Schauspielschule Gmelin in München. Sie ist der zweite Karriereschritt nach meinem Studium der anorganischen Chemie und einer zweijährigen Tätigkeit am Institut für Ökologische Chemie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

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Ein grosser Vorteil einer Ausbildung in einer Metropole wie München ist der hohe Kunstanspruch mit all seinen Museen, Theatern und Verlagen. Unvergessen bleibt die Epoche ,nach dem Unterricht rüber in die Maximilianstraße zu laufen und mit einer Studentenkarte  in den  Münchner Kammerspielen zu sitzen. Was für Inszenierungen, was für eine Sprechkultur. Für mich als Schauspielschüler war es ein echtes Glück, dass ich dank einer Empfehlung und einer Portion Hartnäckigkeit meine ersten Gagen beim Bayerischen Rundfunk verdienen konnte. So sass ich quasi mit all den Grossen unseres Gewerbes am Mikrofon, um zuzuhören und zu lernen. Dank an Gert Heidenreich (Schriftsteller, Ehemals Vorsitzender de P.E.N.), Antonio Pellegrino (BR, Redakteur) und Achim Höppner (Schauspieler, Stimme von "Gandalf, Herr der Ringe) und den Kollegen vom Zündfunk. 

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Es folgten Theaterjahre in Festanstellung und als Gast in Dresden, Annaberg, Nürnberg und Landshut – unter dem berühmten Klaus Dieter Schlette, der in den 70er-Jahren das Grossstadtpublikum in die Provinz lockte (wie das Feuilleton von FAZ und Die Zeit damals berichtete). Trotz dieser vielen Gelegenheiten war mein Selbstbewusstsein damals noch nicht gross genug, um sie alle beim Schopf zu packen – nicht einmal an den Abenden mit Maximilian Schell und Bernd Eichinger. Uff.

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Dann endlich der  überraschender Erfolg als Sprecher in München: vom Literaturhaus über den Bayerischen Rundfunk bis hin zu sämtlichen Privatsendern, ARTE, Museen, Verlagen und Produktionsfirmen. Meine zusätzlichen Ausbildungen in Körperarbeit und Business-Coaching machen es mir heute möglich, diese wertvollen Erkenntnisse aus meinem Beruf weiterzugeben.

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in die Stille der Studios

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Ein grosser Vorteil einer Ausbildung in einer Metropole wie München,  ist der hohe Kunstanspruch mit all seinen Museen, Theatern und Verlagen. Unvergessen bleibt die Epoche, nach dem Unterricht rüber in die Maximilianstraße zu laufen und mit einer Studentenkarte in den Münchner Kammerspielen zu sitzen.

Was für Inszenierungen, was für eine Sprechkultur. Für mich als Schauspielschüler war es ein echtes Glück, dass ich dank einer Empfehlung und einer Portion Hartnäckigkeit meine ersten Gagen beim Bayerischen Rundfunk verdienen konnte. So sass ich quasi mit all den Grossen unseres Gewerbes am Mikrofon, um zuzuhören und zu lernen. Dank an Gert Heidenreich (Schriftsteller, Ehemals Vorsitzender de P.E.N.), Antonio Pellegrino (BR, Redakteur) und Achim Höppner (Schauspieler, Stimme von "Gandalf, Herr der Ringe) und den Kollegen vom Zündfunk. 

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Es folgten Theaterjahre in Festanstellung und als Gast in Dresden, Annaberg, Nürnberg und Landshut – unter dem berühmten Klaus Dieter Schlette, der in den 70er-Jahren das Grossstadtpublikum in die Provinz lockte (wie das Feuilleton von FAZ und Die Zeit damals berichtete). Trotz dieser vielen Gelegenheiten war mein Selbstbewusstsein damals noch nicht gross genug, um sie alle beim Schopf zu packen – nicht einmal an den Abenden mit Maximilian Schell und Bernd Eichinger. Uff.

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Dann endlich der  überraschender Erfolg als Sprecher in München: vom Literaturhaus über den Bayerischen Rundfunk bis hin zu sämtlichen Privatsendern, ARTE, Museen, Verlagen und Produktionsfirmen. Meine zusätzlichen Ausbildungen in Körperarbeit und Business-Coaching machen es mir heute möglich, diese wertvollen Erkenntnisse aus meinem Beruf weiterzugeben.

Wenn man das Glück hat, von Anfang an mit den Koryphäen seines Berufes und seiner Zeit zu arbeiten, zeigen sich im Laufe der Jahre doch einige wunderbare Dinge, die man an sich selbst und an seinen Schülern beobachten kann: Entwicklung. Es ist ein grossartiges Gefühl zu sehen, wie Schüler über sich hinauswachsen, den Kern der Sache begreifen und erfolgreich umsetzen. Allen voran gilt mein Dank dem berühmten Sprechlehrer Peter Rieckmann, von ihm habe ich das mit den Pausen und der Bewegung in den Pausen. Inge Langen und Prof. Margret Langen. Deren Erkenntnisse und Techniken vermittle ich in meinen Kursen und Trainings.

Vom tiefen Verständnis der menschlichen Stimme hin zur gesprochenen Praxis

Wenn man das Glück hat, von Anfang an mit den Koryphäen seines Berufes und seiner Zeit zu arbeiten, zeigen sich im Laufe der Jahre doch einige wunderbare Dinge, die man an sich selbst und an seinen Schülern beobachten kann: Entwicklung. Es ist ein grossartiges Gefühl zu sehen, wie Schüler über sich hinauswachsen, den Kern der Sache begreifen und erfolgreich umsetzen. Allen voran gilt mein Dank dem berühmten Sprechlehrer Peter Rieckmann, von ihm habe ich das mit den Pausen und der Bewegung in den Pausen. Inge Langen und Prof. Margret Langen. Deren Erkenntnisse und Techniken vermittle ich in meinen Kursen und Trainings.

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